Mein Projekt

 

Interessenten gesucht

Annelies Fehlberg ist bei einem tragischen Unfall, kurz nach der Realisierung dieses Internetauftritts, am 27. Juli 2012 gestorben. Sie hat mit viel Liebe in Zusammenarbeit mit Jutta Flemming (Illustrationen) und Dorothea Hunziker (Gestaltung/Beratung) in einer Kleinauflage „Max und seine Spiele“ realisiert. Ihr Traum war es, Kinder glücklich zu machen.

Wenn Sie an einem Exemplar oder an Frau Fehlbergs Ideen interessiert sind, können Sie sich gern an Uta Fehlberg wenden.

u.fehlberg [at] web.de

Dresden, November 2012

 

 


Ich bin Annelies Fehlberg, bin 1940 in Schlesien geboren und musste im Januar 1945 meine Heimat verlassen. Meine Schulzeit begann in einem kleinen  mecklenburgischen Dorf in einer Einklassenschule mit geborgter Fibel und endete in Güstrow mit dem Abitur. Nach einer Lehre studierte ich in Berlin  Pharmazie und arbeitete in Apotheken in Leipzig und dem jetzigen Chemnitz. Nach der Wende interessierte mich besonders alles, was mit dem Gehirn und dem Lernen in Beziehung stand. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und sechs Enkel.

Das Familien-Kinderbuch

Mit der Einschulung des ersten Enkels beginnt mein Projekt. Nach einigen Wochen in der Schule wollte mein Enkel in der Zeitung wenigstens ein Wort lesen. Aber ich fand keins mit den ihm bekannten Buchstaben. Da war er sehr enttäuscht und ich beschloss, ein kleines Buch zu schreiben. Einfache Wörter sollten im Text hervorgehoben werden. So könnte Oma vorlesen und den Schulanfänger fördern ohne die jüngeren Geschwister zu vernachlässigen. Es sollte ein richtiges Familien-Kinderbuch werden. Ich informierte mich in gängigen Fibeln, nahm Kontakt zu Fachleuten auf und so entstanden die ersten Geschichten des geplanten Buches und zusätzlich kleine Reime, Wortspiel, Quatschverse usw.

Hier sehen Sie ein paar Probeseiten.

Die Spiele
Ich hatte nun schon viele Geschichten zu den einzelnen Leitwörtern, die mit dem jeweiligen neuen Buchstaben begannen. Es gab schon das ABC-Gedicht und die schönen Bilder, und so kam es zu dem ABC-Bild auf der letzten Seite. Daraus entwickelten sich die Spiele, und 2009 bewarb ich mich mit Buchprojekt und den Spielen um den sächsischen Generationenpreis. Ich wurde aber nicht zugelassen, da das Projekt schon erprobt sein musste. Das war und ist eine große Hürde. Wie erreiche ich die Zielgruppe: Großeltern, die ihre Enkel regelmäßig betreuen, mit ihnen spielen und mindestens ein Enkelkind im Vorschulalter oder als Schulanfänger haben?

Ein Brief von Oma
Doch wie können die Großeltern, die nicht im gleichen Ort wohnen oder nicht mehr so beweglich sind, ihre kleinen Enkel trotzdem fördern und erfreuen? Ich denke, dass sich auch heute noch Kinder über einen Brief von Oma und Opa freuen, der direkt an sie adressiert ist. Die Enkel könnten ein gemaltes Bild zurückschicken und Oma sammelt die Briefe, um sie später den großen Enkeln zu übergeben.

Der Durchbruch
Ich war nach wie vor noch auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, wie der Kontakt zwischen den Großeltern und den Enkeln in der Ferne gefördert werden könnte. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie es ist, wenn man die Enkel nur 2- bis 3-mal im Jahr sieht oder sogar noch seltener. Da kam 2011 auf der Buchmesse in Leipzig der entscheidende Durchbruch! Durch Zufall entdeckte ich einen Messestand, der mit Hilfe eines iPads Kinderbücher und entsprechende Animationen vorstellte. Ich war begeistert. Was mich sofort überzeugte, war die einfache Handhabung. Ich erfuhr später auf Nachfrage, dass man mit den Tablet-Computern, zu denen das iPad zählt, per Skype oder beim iPad auch über FaceTime mit Bild telefonieren kann (Videoanrufe). Das bedeutet, dass wir unsere Enkel in ihrer Umgebung sehen können, sie hören und mit ihnen sprechen können. Wir können ihnen vorlesen, mit ihnen spielen oder bei Schularbeiten helfen.

Die Herausforderung
Damit hatte sich die Zielgruppe enorm vergrößert: Alle Großeltern, unabhängig vom Alter der Enkel und der Entfernung zu ihnen, könnten von der Videotelefonie profitieren, wenn die Familien das wollen und organisieren. Für uns Großeltern ist es eine Herausforderung. Wir sollten uns ihr stellen und uns dem Neuen öffnen, mit und für unsere Enkel. Alle in der Familie gewinnen dabei: Die Eltern werden entlastet und können inzwischen etwas anderes erledigen, die Kinder haben Spaß und, wenn nötig, Hilfe bei Schularbeiten und Gesellschaft bei Langeweile. Wir Großeltern freuen uns, haben Kontakt mit unseren Lieben und bleiben geistig beweglich.

Die vierte Generation
Der demografische Wandel ist heute in aller Munde, und er sorgt in Sachsen in den Jahren von 2000 bis 2020 für den drastischen Rückgang der 15- bis 25-Jährigen um 50%. Gleichzeitig verdoppelt sich die Zahl der über 8o-Jährigen. In einer Gemeindeinformation habe ich gelesen, dass von 13 Verstorbenen ca. 2/3, nämlich 9 Personen, zwischen 82 und 97 Jahre alt geworden waren. Das bedeutet eine längere aktive Lebenszeit, die genutzt und gestaltet werden will. Selbst wenn wir das neue Rentenalter als Ausgangspunkt nehmen, könnten es gut 20 bis 30 Jahre unseres Lebens betreffen und ein 5-Generationenzyklus rückt näher. (www.demografie.sachsen.de/5398.htm).

Die Urgroßeltern einbeziehen
Deshalb finde ich, dass es für die jetzige Großelterngeneration so entscheidend ist, sich für die neuen Kommunikationsmedien zu öffnen, um frühzeitig für sich ein Netz zu allen Familienmitgliedern, auch den jüngsten und ältesten, zu Nachbarn und Freunden zu knüpfen. In diesen Prozess können auch noch die sehr Alten einbezogen werden, denn viele von ihnen sind noch fit und geistig beweglich. So gibt es sicher gemeinsame Spielmöglichkeiten, die uns Älteren und sicher auch einigen der Urgroßelterngeneration Spaß machen und den Enkeln bzw. den Urenkeln ebenfalls gefallen. Damit werden die jungen Familien entlastet, neue Möglichkeiten des Miteinander eingeübt und die Hilfe durch die älteren Generationen bei der Kinderbetreuung wird wieder umfangreicher möglich.

Ichlinge haben keine Zukunft
Der bekannte Zukunftsforscher Prof. Opaschowski sagt zu diesem Thema in seinem Buch: „WIR! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben“ (S.88) folgendes: „Die systematische Pflege der Kontakte sowie die Fähigkeit, sich selber zu beschäftigen, werden die wichtigsten geistigen und sozialen Vorsorgemaßnahmen für das Alter sein.“

Ich will mit meinem Projekt Anregungen geben und möchte gerne mit allen Personen, Vereinen und Initiativen, die sich für diese Themen interessieren oder schon Erfahrungen haben, in Kontakt kommen.
Sie erreichen mich hier über Kontakt.